Fussball in Ghana war wieder angesagt.
Im Gegensatz zum Spiel in Kumasi, ging ich an diesen Match ohne grosse Erwartungen, wurde aber zum Glück positiv überrascht.
Tickets kaufte ich erneut auf der einzigen Haupttribüne, dieses Mal für 10 Cedi (3.5 Franken).
| Haupttribüne |
Da ich ein Ticketsammler bin, bat ich den Typen beim Eingang mein Ticket nicht in Stücke zu reissen. Provokativ riss er es danach in 1000 Teile und warf die vor meine Füsse. Er fand es lustig, ich nicht.
Die Polizei gar nicht und so musste ich denen erklären, wieso mir ein Ticket so wichtig ist. Danach lachten wenigstens die, ich habe aber noch immer kein Ticket. :)
Das Hinspiel in der KO-Runde des CAF Confederations Cup (hier wie Europa League), fand zwischen den „Ebusa Dwarfs“ aus Cape Coast gegen „Petro de Luanda“ aus Angola statt.
Schon zwanzig Minuten vor dem bedeutungsvollen Spiel herrschte gute Stimmung, obwohl natürliche auch hier die meisten Matchbesucher zu spät ins 15’000 Zuschauer fassenden Stadion kamen (ca. 9’000 waren am Spiel).
Fahnen wurde keine geschwungen, dafür aber einige selbst gemachten Zaunfahnen aufgehängt.
| Fantribüne |
| Andere Seite hinter dem Tor |
Akustisch wurde die Mannschaft so unterstützt, wie ich es zuletzt in Senegal erlebte und seither vergebens „suchte“.
Auf der ausverkauften Fantribüne wurde öfters gesungen (u.A. das klassische: olééé oléolé olééé..), geklatscht und getanzt, begleitet von zwei Djembé-Trommeln, welche in den Clubfarben angemalt wurden. Für den richtigen Rhythmus sorgte ihr Vorsängern, resp. Dirigent.
| Djembé und der Vorsänger (70Min) |
Auf der Haupttribüne wurde auch Stimmung gemacht, dort durch ein Orchester. Männer mit verschiedenen Trommeln und Trompeten spielten fast neunzig Minuten durch.
| Orchester im Stadion |
Die Fans mit dem Djembé machten aber öfters Pause und setzten sich dafür hin.
Dies natürlich auch Spielbezogen, schliesslich ist ein 0:0 bei so einem Grottenkick kaum mit anzusehen.
Als aber in der 86 Minute das 1:0 fürs Heimteam fiel, herrschte sehr gute Stimmung. In der Nachspielzeit erhöhten sie sogar aufs 2:0 Schlussresultat und die Atmosphäre wurde genial.
Überall wurde geklatscht, gesungen, getanzt und dazu noch Musik gemacht.
| 2:0!!! |
Auch zwanzig Minuten nach dem Spiel wurde zum Teil noch im Stadion gefeiert.
| Nach dem Spiel wurde auch noch gefeiert.. |
| ..und gespielt! |
Das Fussballspiel wurde übrigens von drei Radiosendern und einem Fernsehsender live übertragen.
Da es in diesem Stadion aber keine Pressetribüne gibt, sassen die Moderatoren auf den Plätzen der normalen Tribüne und kommentierten dort nach afrikanischen Manier das Spiel.
Kommentiert wurde nicht in ein Mikrofon, sondern in ein Handy hinein, welches mit der Radiostation telefonisch verbunden ist. :)
| Radio- oder Fernsehkommentator |
Etwas überraschen kam die gute Stimmung für mich, umso begeisterter war ich!!
Tschüss..
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