Hallo Zusammen..
Heute Abend könnt ihr etwas über den geplanten Tagesausflug lesen, welcher leider nur zu einem Halbtagesausflug wurde.
Vermutlich werden auch Fussballinteressierte auf ihre Kosten kommen.
Denn ich mache mich jetzt spontan auf den Weg zu einem kleinen Stadion, wo anscheinend um 16:00 und zwei Stunden darauf einen Ligue 1 Match stattfinden wird.
Keine Ahnung, grosse Erwartungen habe ich nicht, aber freuen tu ich mich.
Bis dann, Sebastian
03 Januar 2014
Gorée, Gare Routière und Slums
Erneut geht ein interessanter und abwechslungsreicher Tag für mich zu Ende. Er fing mit einem Bankproblem an, ging weiter zu einer schönen Insel mit düsterer Vergangenheit und endete mit der ungewollten Durchquerung eines Slums.
Das Problem mit der Bank ist schnell erklärt:
Sicherheitshalber nahm ich zwei stinknormal Bankkarten mit und dazu natürlich eine Kreditkarte. Doch zum Geld abheben funktioniert hier (keine Ahnung warum) nur die Kreditkarte, auch wenn alle drei Mastercards sind. Wegen einem scheiss Automaten, welcher drei Mal während der Passworteingabe von selbst irgendetwas wählte, wurde die Karte gesperrt und ich stand nur noch mit wenig Restgeld da. Nach langem hin und her mit der Viseca, hoben sie die Sperre zum Glück wieder auf und ich konnte mich endlich meinem heutigen Programm widmen.
Dazu lief ich vom bekannten Platz ca 10 Minuten zum Hafen runter. Ein Ticket für die 20 Minütige Fahrt (3km von Dakar entfernt) zur kleinen Insel kostet für Touristen faire 10 Franken.
Die idyllische Insel ist perfekt, um etwas Ruhe vom hektischen Dakar zu bekommen.
Bunte Kolonialhäuschen, Baobab-Bäume und keine Autos sorgen für entspanntes Entdecken der Sklaveninsel, wo früher pro Jahr tausende Afrikaner nach Nordamerika "geschickt" wurden.
Gorée steht übrigens als Weltkulturerbe im Schutz von UNESCO.
Auf dem Schiff sah ich bestimmt mehr (weisse) Touristen als bisher in Senegal.
Als ich dann ankam, lief ich einfach etwas darauf los. Da die Insel so klein ist, ist eine Karte nach etwas recherchieren im Vorhinein nicht nötig.
Zuerst begab ich mich gleich zum höchsten Punkt der Insel. Unterwegs stellen jeweils viele Künstler afrikanische Kunst aus. Von hier aus hatte ich auch einen schönen Blick auf die Skyline von Dakar.
Später begab ich mich noch ins "Maison des Esclaves", wo ich mich einem Reiseführer einer Gruppe anhing und so erfuhr ich einige spannende Geschichten.
Übrigens Besuchten dies Insel bereits Bill Clinton, Georg Bush (hmm) und Nelson Mandela.
Zudem wohnen auf der Insel auch Menschen. Ihre Häuser sind aber nicht etwa an einem anderen Ort, die sind mitten im touristischen Zentrum und so stand ich zum Teil fast in ihrem Wohnzimmer.
Die Einheimischen sorgen dort für einen besonderen Charme. Ziegen, Esel, Hühner und Katzen laufen frei herum und versperrten mir ab und zu den Weg. Zudem spannen sie überall Seile, um ihre Wäsche zu trocken.
Nachdem ich mich noch etwas am Strand erholte (zum Baden leider nicht gut geeignet), fuhr ich dann zurück nach Dakar, wo ich auf einmal die Hektik richtig genoss. Trotz, oder genau wegen dem, mag ich diese Stadt enorm.
Für mein morgiges Programm wollte ich noch Tickets für die Busfahrt dorthin kaufen.
Nach zehn Minuten erreichte ich den "Bahnhof" und erlebte dort zum ersten Mal in Senegal grosse Armut. Die Menschen suchten in Abfallbergen nach Essen, viele schliefen auf der Strasse und einige erhofften sich, beim Autofriedhof etwas Brauchbares zu finden, um wenigstens etwas Geld zu bekommen.
Ich fühlte mich dort enorm fehl am Platz. Und damit meine ich überhaupt nicht, dass ich mich zu gut für diese Menschen fühlen. Nein, viel mehr weil es für sie wohl "gafferisch" rüberkommt. Die Menschen sprachen mich dort auch fast nie an und keiner wollte mir etwas andrehen.
So verlies ich den Gare Routière und machte mich auf den Weg Richtung Plateau.
Doch ich wählte den falschen Weg und so stand ich plötzlich mitten in einem afrikanischen Slum.
Ich las wie verwinkelt solche Slums sind und so versuchte ich immer nur gerade aus zu laufen. Irgendwann werde ich schon hinaus kommen. Ich ging auch dort mit grossem Respekt durch und versuchte möglichst wenig aufzufallen. Doch nicht hinzusehen war schon sehr schwer.
Ich hätte ein Slum aus Prinzip nicht bewusst besucht. Dieser Gang durch die Slums war jedoch nicht geplant und so erlebte ich etwas unvergessliches, von dem ich zuvor nur gelesen habe (z.B. die Bücher über Lotti Latrous).
Skurrilerweise endeten die Slums fast beim Place de I'Indépendance.
Kurz darauf beendete ich erschöpft meinen Sightseeing-Tag und kam auf der Heimfahrt mit einem sympathischen Taxifahrer in Kontakt. Ich erzählte ihm von meinem morgigen Tagesausflug an den Lac de Rose, welcher sich 27 km nordöstlich von Dakar befindet.
Da ich zu keinem Busticket kam, muss ich (wie Lonely Planet eigentlich empfiehlt) mit dem Taxi dorthin fahren und mit dem selben Fahrer am Abend wieder zurück kommen.
Mit dem heutigen Taxifahrer handelte ich dann einen fairen Preis aus und so werde ich mit ihm morgen um 9:00 hinfahren, zurück wohl um 17:00.
Der Lac de Rose ist übrigens ein Salzsee, welcher eine einzigartige rosarote Färbung hat und anscheinend ein Muss für jeden Touri ist. Mal sehen, ich freue mich.
Ihr könnt es selbstverständlich Morgen nachlesen.
Seeee you, Sebastian
Das Problem mit der Bank ist schnell erklärt:
Sicherheitshalber nahm ich zwei stinknormal Bankkarten mit und dazu natürlich eine Kreditkarte. Doch zum Geld abheben funktioniert hier (keine Ahnung warum) nur die Kreditkarte, auch wenn alle drei Mastercards sind. Wegen einem scheiss Automaten, welcher drei Mal während der Passworteingabe von selbst irgendetwas wählte, wurde die Karte gesperrt und ich stand nur noch mit wenig Restgeld da. Nach langem hin und her mit der Viseca, hoben sie die Sperre zum Glück wieder auf und ich konnte mich endlich meinem heutigen Programm widmen.
Dazu lief ich vom bekannten Platz ca 10 Minuten zum Hafen runter. Ein Ticket für die 20 Minütige Fahrt (3km von Dakar entfernt) zur kleinen Insel kostet für Touristen faire 10 Franken.
| Unterwegs zur Insel |
Bunte Kolonialhäuschen, Baobab-Bäume und keine Autos sorgen für entspanntes Entdecken der Sklaveninsel, wo früher pro Jahr tausende Afrikaner nach Nordamerika "geschickt" wurden.
Gorée steht übrigens als Weltkulturerbe im Schutz von UNESCO.
Auf dem Schiff sah ich bestimmt mehr (weisse) Touristen als bisher in Senegal.
Als ich dann ankam, lief ich einfach etwas darauf los. Da die Insel so klein ist, ist eine Karte nach etwas recherchieren im Vorhinein nicht nötig.
Zuerst begab ich mich gleich zum höchsten Punkt der Insel. Unterwegs stellen jeweils viele Künstler afrikanische Kunst aus. Von hier aus hatte ich auch einen schönen Blick auf die Skyline von Dakar.
| Auf dem Weg nach oben |
| Skyline von Dakar |
Später begab ich mich noch ins "Maison des Esclaves", wo ich mich einem Reiseführer einer Gruppe anhing und so erfuhr ich einige spannende Geschichten.
Übrigens Besuchten dies Insel bereits Bill Clinton, Georg Bush (hmm) und Nelson Mandela.
| Kanone auf der Insel |
Die Einheimischen sorgen dort für einen besonderen Charme. Ziegen, Esel, Hühner und Katzen laufen frei herum und versperrten mir ab und zu den Weg. Zudem spannen sie überall Seile, um ihre Wäsche zu trocken.
| Vor dem Haus (Foto aus der Distanz gemacht) |
| Strand |
| Taxis in Dakar |
Für mein morgiges Programm wollte ich noch Tickets für die Busfahrt dorthin kaufen.
Nach zehn Minuten erreichte ich den "Bahnhof" und erlebte dort zum ersten Mal in Senegal grosse Armut. Die Menschen suchten in Abfallbergen nach Essen, viele schliefen auf der Strasse und einige erhofften sich, beim Autofriedhof etwas Brauchbares zu finden, um wenigstens etwas Geld zu bekommen.
Ich fühlte mich dort enorm fehl am Platz. Und damit meine ich überhaupt nicht, dass ich mich zu gut für diese Menschen fühlen. Nein, viel mehr weil es für sie wohl "gafferisch" rüberkommt. Die Menschen sprachen mich dort auch fast nie an und keiner wollte mir etwas andrehen.
So verlies ich den Gare Routière und machte mich auf den Weg Richtung Plateau.
Doch ich wählte den falschen Weg und so stand ich plötzlich mitten in einem afrikanischen Slum.
Ich las wie verwinkelt solche Slums sind und so versuchte ich immer nur gerade aus zu laufen. Irgendwann werde ich schon hinaus kommen. Ich ging auch dort mit grossem Respekt durch und versuchte möglichst wenig aufzufallen. Doch nicht hinzusehen war schon sehr schwer.
Ich hätte ein Slum aus Prinzip nicht bewusst besucht. Dieser Gang durch die Slums war jedoch nicht geplant und so erlebte ich etwas unvergessliches, von dem ich zuvor nur gelesen habe (z.B. die Bücher über Lotti Latrous).
Skurrilerweise endeten die Slums fast beim Place de I'Indépendance.
Kurz darauf beendete ich erschöpft meinen Sightseeing-Tag und kam auf der Heimfahrt mit einem sympathischen Taxifahrer in Kontakt. Ich erzählte ihm von meinem morgigen Tagesausflug an den Lac de Rose, welcher sich 27 km nordöstlich von Dakar befindet.
Da ich zu keinem Busticket kam, muss ich (wie Lonely Planet eigentlich empfiehlt) mit dem Taxi dorthin fahren und mit dem selben Fahrer am Abend wieder zurück kommen.
Mit dem heutigen Taxifahrer handelte ich dann einen fairen Preis aus und so werde ich mit ihm morgen um 9:00 hinfahren, zurück wohl um 17:00.
Der Lac de Rose ist übrigens ein Salzsee, welcher eine einzigartige rosarote Färbung hat und anscheinend ein Muss für jeden Touri ist. Mal sehen, ich freue mich.
Ihr könnt es selbstverständlich Morgen nachlesen.
Seeee you, Sebastian
02 Januar 2014
Verhalten vieler Senegalesen
Ich möchte euch noch etwas über das Verhalten einiger Einheimischen erzählen:
Viele kennen es sicher vom Strand. Dauernd wird man gestört durch irgendwelche Leute, die dir irgendetwas verkaufen möchten.
Doch was am Strand läuft, ist gegenüber Dakar sicher nichts.
Ich werde hier dauernd (fast immer freundlich) angesprochen, und nicht etwa alle zwei Minuten. Oft sind es mehrere in einer Minute, welche dir zum Teil über 20 Meter nachlaufen.
Gerade Touristenschlepper und Verkäufer vor den Geschäften stellen sich taktisch sehr gut an, um mit mir ins Gespräch zu kommen. Per Zufall hat eigentlich auch jeder irgendwelche Bekannte in Lausanne oder Genf.
Wenn man die Person jedoch ignoriert oder freundlich das Gespräch beendet, wird man oft als Rassist, Mensch ohne Herz oder sonst wie beschimpft.
Und wenn ich mit jemandem kurz spreche, kann ich sicher gehen, dass zwei drei andere Verkäufer mir irgendetwas andrehen wollen.
Und so ging ich, wenn ich zum Beispiel auf die Kartenapp meines Handys sehen wollte, in eine Bank hinein.
Zudem versuchen sie mit allen möglichen Mitteln, durch mich Geld zu verdienen.
Ein Beispiel von heute: Ich machte ein Foto von den gelben Taxis mit einigen Menschen dazwischen, ohne jemand gezielt ins Visier zu nehmen. Ich lief keine fünf Meter und schon rempelte mich ein junger Mann an. Er erklärte mir, dass ich kein Recht auf Fotos habe und ich sofort damit aufhören soll. Ich habe meine Kamera danach auch versorgt und beendete das Gespräch. Doch dies reichte ihm nicht. Ich soll ihm sofort Geld geben (nicht wenig), ansonsten muss ich mit ihm zum Polizeiposten gehen. Natürlich gab ich ihm kein Geld und nach bestimmt über fünfzig Meter lies er mich dann endlich in Ruhe. Dies schränkt halt auch meine Fotos ein. Schliesslich wollte ich nicht "störend", aber auch nicht undercover fotografieren. Und so habe ich auch heute, nur wenige Fotos machen können.
Doch das schwerste für mich persönlich ist die dauernde Bettelei der Kinder. Und damit meine ich mehr die Schwierigkeit, ihnen kein Geld zu geben.
Jeder kennt die Werbungen der Spendenorganisationen, welche um Geld für Kinder in Afrika bitten. Und jetzt stellt euch vor, die Kinder aus der Werbung sind direkt neben dir, schauen zu dir hinauf, zupfen an deinen Kleidern und wollen von dir ein wenig Geld in die Blechbüchse.
Doch einstimmig wird ihm Internet gewarnt, den Kleinen kein Geld zu geben. Anscheinend brauchen es die Meisten für Drogen (Ergänzung: oder für einen z.T. skrupellosen Gläubiger). Und das möchte ich garantiert nicht unterstützen. Hmm.
Durch all diese Dinge ist es sehr schwer, mit den Einheimischen richtig in Kontakt zu kommen. Den in mir sehen sie oft nur einen Bankomat.
Was ich dazu aber noch sagen möchte:
Ich kann fast all ihre Tätigkeiten nachvollziehen. Die Menschen hier wünschen sich vermutlich alle einen "normalen" Job, ohne dass sie dabei jemanden abzocken müssen. Und somit fällt es mir oft sehr schwer, ihnen einen Korb zu geben. Aber würde ich es nicht tun, wäre ich wohl schon gestern Bankrott gegangen.
Dies schadet leider auch den Personen, welche keine oft gespielte Freundlichkeit auflegen und es mit mir "echt" meinen. Denn die meisten Einheimischen sind mir nach wie vor unheimlich sympathisch.
Genug negatives gesagt.
Ihm nächsten Post erzähle ich von meinem heutigen, abwechslungsreichen Tag.
Bis när..
Viele kennen es sicher vom Strand. Dauernd wird man gestört durch irgendwelche Leute, die dir irgendetwas verkaufen möchten.
Doch was am Strand läuft, ist gegenüber Dakar sicher nichts.
Ich werde hier dauernd (fast immer freundlich) angesprochen, und nicht etwa alle zwei Minuten. Oft sind es mehrere in einer Minute, welche dir zum Teil über 20 Meter nachlaufen.
Gerade Touristenschlepper und Verkäufer vor den Geschäften stellen sich taktisch sehr gut an, um mit mir ins Gespräch zu kommen. Per Zufall hat eigentlich auch jeder irgendwelche Bekannte in Lausanne oder Genf.
Wenn man die Person jedoch ignoriert oder freundlich das Gespräch beendet, wird man oft als Rassist, Mensch ohne Herz oder sonst wie beschimpft.
Und wenn ich mit jemandem kurz spreche, kann ich sicher gehen, dass zwei drei andere Verkäufer mir irgendetwas andrehen wollen.
Und so ging ich, wenn ich zum Beispiel auf die Kartenapp meines Handys sehen wollte, in eine Bank hinein.
Zudem versuchen sie mit allen möglichen Mitteln, durch mich Geld zu verdienen.
Ein Beispiel von heute: Ich machte ein Foto von den gelben Taxis mit einigen Menschen dazwischen, ohne jemand gezielt ins Visier zu nehmen. Ich lief keine fünf Meter und schon rempelte mich ein junger Mann an. Er erklärte mir, dass ich kein Recht auf Fotos habe und ich sofort damit aufhören soll. Ich habe meine Kamera danach auch versorgt und beendete das Gespräch. Doch dies reichte ihm nicht. Ich soll ihm sofort Geld geben (nicht wenig), ansonsten muss ich mit ihm zum Polizeiposten gehen. Natürlich gab ich ihm kein Geld und nach bestimmt über fünfzig Meter lies er mich dann endlich in Ruhe. Dies schränkt halt auch meine Fotos ein. Schliesslich wollte ich nicht "störend", aber auch nicht undercover fotografieren. Und so habe ich auch heute, nur wenige Fotos machen können.
Doch das schwerste für mich persönlich ist die dauernde Bettelei der Kinder. Und damit meine ich mehr die Schwierigkeit, ihnen kein Geld zu geben.
Jeder kennt die Werbungen der Spendenorganisationen, welche um Geld für Kinder in Afrika bitten. Und jetzt stellt euch vor, die Kinder aus der Werbung sind direkt neben dir, schauen zu dir hinauf, zupfen an deinen Kleidern und wollen von dir ein wenig Geld in die Blechbüchse.
Doch einstimmig wird ihm Internet gewarnt, den Kleinen kein Geld zu geben. Anscheinend brauchen es die Meisten für Drogen (Ergänzung: oder für einen z.T. skrupellosen Gläubiger). Und das möchte ich garantiert nicht unterstützen. Hmm.
Durch all diese Dinge ist es sehr schwer, mit den Einheimischen richtig in Kontakt zu kommen. Den in mir sehen sie oft nur einen Bankomat.
Was ich dazu aber noch sagen möchte:
Ich kann fast all ihre Tätigkeiten nachvollziehen. Die Menschen hier wünschen sich vermutlich alle einen "normalen" Job, ohne dass sie dabei jemanden abzocken müssen. Und somit fällt es mir oft sehr schwer, ihnen einen Korb zu geben. Aber würde ich es nicht tun, wäre ich wohl schon gestern Bankrott gegangen.
Dies schadet leider auch den Personen, welche keine oft gespielte Freundlichkeit auflegen und es mit mir "echt" meinen. Denn die meisten Einheimischen sind mir nach wie vor unheimlich sympathisch.
Genug negatives gesagt.
Ihm nächsten Post erzähle ich von meinem heutigen, abwechslungsreichen Tag.
Bis när..
01 Januar 2014
Erster Tag
Heute Mittag machte ich mich bewusst etwas planlos auf den Weg ins absolute Zentrum von Dakar.
Ich wollte zuerst einmal erste Eindrücke von Dakar und natürlich den Menschen hier gewinnen.
Und so nahm ich von meinem Hostel aus ein Taxi zu einem viel erwähnten Platz in Dakar. Dieser glänzt jedoch nicht durch sein Aussehen, sondern mehr, weil sich hier fast alles Geschäftliche trifft. Ausserdem ist der "Place de I'Indépendance" so etwas wie das Zentrum von Dakar City (gennant Plateau).
Da heute aber auch in Senegal ein Feiertag ist, war bei diesem Platz gar nichts los. Wie ich später erleben durfte, war dies wohl der einzig ruhige Ort in dieser Stadt (im Gegensatz zu den Anderen haben es sich die Banker ja auch verdient, sich heute etwas auszuruhen..).
Noch etwas geschockt von der unerwarteten Menschenleere, begab ich mich zu einem Bankomat und hob wenig Geld ab. Ich lief noch keine 10 Meter und schon war ich in der Hand eines berühmt berüchtigten "Touristenschlepper". Mit guter Strategie hatte er mich bald dazu bewogen, von ihm etwas die Stadt zeigen zu lassen. Ich wusste natürlich das es nicht gratis war, doch das wenige Geld war es mir Wert. Schliesslich konnte ich so innert ungefähr zwei Stunden, einfach einen kleinen Überblick über die Stadt gewinnen.
Die restliche Zeit verbrachte ich im Plateau. Die interessanten und schönen Orten werde ich sicher noch einmal "bewusster" Besuchen und euch danach etwas darüber erzählen.
Ich ass übrigens "Schwarmas" in einer von Lonely Planet empfohlenen typischen Snack Bar. Das Essen ist vergleichbar mit einem Kebab. Jedoch verleiht die andere Sauce, sowie die spezielle Marinade am Fleisch und einige andere Zutaten für einen eigenen Geschmack. Ich fands gut :)
Ausserdem wurde mir heute so ziemlich alles vorgeführt, woran ich immer dachte, wenn jemand vom urbanen Afrika sprach:
Überall fuhren farbige, klapprige und überbesetzte Kleinbusse herum, an welchen sich die Afrikaner von aussen festhielten, um auch noch mitfahren zu können. Auch sonst war der Verkehr ziemlich krass. Die Strassen oft ungeteert und voll mit Schlaglöchern, sowie uralte Autos (Hupe funktioniert) und dazu natürlich einen katastrophalen Fahrstil der Afrikaner.
An jedem möglichen Ort versuchten sie alles Mögliche zu verkaufen. Dazu breiteten einige ein Tuch aus, um ihr Material hinzulegen, gewisse Personen halten es nur in der Hand und andere Verkäufer bauten sich dazu einen kleinen Wagen, um es noch schöner anbieten zu können.
Das riesengrosse und dadurch farbige Sortiment der Früchte präsentieren die Senegalesen wiederum auf einem grossen ziehbaren Anhänger.
Ausserdem wurde mir heute so ziemlich alles vorgeführt, woran ich immer dachte, wenn jemand vom urbanen Afrika sprach:
Überall fuhren farbige, klapprige und überbesetzte Kleinbusse herum, an welchen sich die Afrikaner von aussen festhielten, um auch noch mitfahren zu können. Auch sonst war der Verkehr ziemlich krass. Die Strassen oft ungeteert und voll mit Schlaglöchern, sowie uralte Autos (Hupe funktioniert) und dazu natürlich einen katastrophalen Fahrstil der Afrikaner.
An jedem möglichen Ort versuchten sie alles Mögliche zu verkaufen. Dazu breiteten einige ein Tuch aus, um ihr Material hinzulegen, gewisse Personen halten es nur in der Hand und andere Verkäufer bauten sich dazu einen kleinen Wagen, um es noch schöner anbieten zu können.
Das riesengrosse und dadurch farbige Sortiment der Früchte präsentieren die Senegalesen wiederum auf einem grossen ziehbaren Anhänger.
Unteranderem beim Spielen, erlebte ich die Kinder (zumindest für mich) klischeehaft. Ein Junge versuchte sich beim Rollerbladen, ein Grüppchen spielte Fussball und Andere spielten sonst was auf meist befahrenen kleinen Strassen - voller Freude.
Ich könnte noch lange schreiben. Doch Fotos sagen (oft) bekanntlich mehr als tausend Wörter.
Ab Morgen nehme ich meine Kamera mit und somit solten bald Fotos folgen.
Wenn ich schon von Morgen schreibe:
Da werde ich vermutlich auf die "Île de Gorée" gehen. Eine Autofreie, kleine Insel gleich bei Dakar, auf welcher früher tausende von Afrikanern als Sklaven "verschickt" wurden. Mehr könnt ihr vermutlich schon Morgen am späten Abend lesen.
Ah doch noch etwas zu meiner Unterkunft:
Das Hostel befindet sich im Banlieue von Dakar, wo auch die meisten Menschen wohnen, um von dort aus Richtung Plateau arbeiten zu gehen.
Fürs Hostel zahle ich pro Nacht etwa 10 Franken, dafür ist es in einem Schlafsaal mit 5 anderen Menschen, welche ich aber noch nie gesehen habe. Leider, denn so würde ich mit Touris und Anderen schneller in Kontakt treten, damit wir einander Tipps geben können und jenachdem zusammen etwas unternehmen können. Keine Ahnung wieso niemand weiteres einckeckt. Auch wenn es nicht luxuriös ist, angenehm zum Schlafen ist es sehr wohl. Vielleicht ja Morgen.
Bis morn, LG Sebastian
Hinreise
Erwas über die Reise von Mailand nach Dakar (Hauptstadt von Senegal):
Der Flug am Morgen von Mailand nach Paris verlief reibungslos.
Vom Flughafen "Paris Orly" musste ich für 20€ zum anderen Flughafen in Paris (Charles de Gaulle) fahren.
Der Transfer mit der Metro und das darauf erneute Einchecken, sorgten zum Glück für eine kürzere Wartezeit.
Der Flug nach Dakar war gut und unterhaltsam.
Da spührte ich auch zum ersten Mal das "Afrika-Feeling". Nicht nur weil es mindestens 90% Afrikaner im vollbesetztem Flieger waren, sondern weil wir unter Anderem eine Stunde Verspätung auf Grund einer riesigen und völlig unübersichtlichen Diskussion zwischen X-Passagieren im Flugzeug hatten. Ursprünglich ging es um einen Kunden der anscheinend kein Ticket besitzt. Das Personal brachte gar keine Ruhe hinein und irgendwann verlor wohl nicht nur ich die Übersicht in diesem "Gespräch".
Da der Flug Verspätung hatte und ich am Flughafen etwas lange aufs Visum warten musste, wurde es langsam eng um 00:00 irgendwo an einem guten Ort zu sein.
Dazu kam es dann auch nicht. Ich wurde ein erstes Mal ziemlich abgezockt von Taxifahrern (waren zu zweit im Auto).
Als er plötzlich still stand und nicht mehr weiterfahren wollte, blieb mir wohl oder übel nach langem diskutieren nichts anders übrig, als ihm noch etwas mehr Geld zu geben. Anfängerfehler? Eh ja, wird garantiert noch öfters vorkommen.
Der Rutsch ins neue Jahr verbrachte ich übrigens mit dem Typ von der Reception und zwei seiner Kollegen im Hostel.
An dieser Stelle: Guets Nöis!
Über die ersten Eindrücken und weiteren Erlebnisse, werde ich euch natürlich auf dem Laufenden halten.
Saletti, Sebastian
(Übrigens: der Zeitunterschied ist minim. In Senegal bin ich gegenüber den Menschen in Bern nur eine Stunde hinterher. Die Zeit, welcher bei den Posts steht, wird nach der Zeit im Bern angezeigt.)
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