08 Januar 2014

Tschüss Saint Louis

Saint Louis zu verlassen fällt mir nicht besonders schwer. Es hat schöne Orte und ich durfte spannende Aktivitäten erleben.
Doch trotzdem bietet das Städtchen in meinen Augen nicht viel mehr als (oft) schön zu sein.
Wer gerne mehr erleben will, muss wie ich ein wenig Geld investieren und mit einem Guide von Saint Louis aus eine Tour beginnen.

Nicht so schnell vergessen werde ich aber sicher der Kontrast dieses Städtchen.

Wenn ich zum Beispiel nach links blickte, konnte ich wunderschöne farbige Häuser betrachten, in welchen sich kleine sympathische Läden befinden. Auf der anderen Seite sah ich dann aber Müll, Ziegen und Strassenkindern.
Keine paar Metern weiter vorne, konnte ich den Fluss mit der schönen Brücke betrachten.

"Faidherbe Brücke" über den Fluss, gebaut von Gustave Eiffel
Verbindet die Insel Saint Louis mit dem afrikanischen Festland

Als wir uns am Morgen trafen, gingen wir Brötchen und ein gutes Sandwich (Baguette, spezielle Sauce, Zwiebeln und Ei) holen und genossen es draussen bei unserem Hotel.

Die beiden Österreicherinnen Lisa und Lena, Osman aus Gambia und ich machten uns darauf hin zum Busbahnhof.

Wir entschieden uns für ein Sammeltaxi, welches nur drei Franken teurer und wesentlich komfortabler war, als der Car bei der Hinfahrt.

Das spezielle an diesem Sammeltaxi ist, dass es erst abfährt wenn es voll ist.
Da alleine wir vier Plätze in Anspruch nahmen, waren schnell einmal die anderen drei Sitzen besetzt. Zu acht ging es dann in der Mittagshitze auf Richtung Dakar.

Der Taxifahrer hatte was das Tempo und die Sicherheit anbelangte keine grossen Hemmungen. Anderen Menschen, Autos, Lastwagen, Schlaglöchern, Kühe und Ziegen fuhr er, hmm sagen wir einmal gekonnt aus dem Weg.

Lisa und Lena haben übrigens einen Esel auf dem Gewissen. Ihr Taxifahrer vor zwei Wochen erwies wohl weniger Geschick als der heute.

Auf jeden Fall kamen wir dann heil in Dakar um etwa halb sechs an.
Osman, Lisa und Lena kannten über Ecken und Kannten einen Mann in Dakar, bei welchem sie wohnen dürfen.

Wir tauschten noch kurz unsere Nummern aus und dann machte ich mich auf die Suche nach einem Hostel.
Gerne wäre ich ins alt bekannte Hostel vom letzen Mal gegangen. Doch ich entschied mich für etwas Neues zu entdecken und wurde fündig in einem von Lonely Planet empfohlenen Hostel mitten in der Stadt, wo ich zwei Übernachtungen buchte. 

Der restliche Abend war alles andere als spektakulär.
Ich wusch meine Kleider - von Hand, ass etwas Kleines auf der schönen Dachterrasse und werde bald einmal schlafen.

Morgen werde ich bei der Botschaft von Ghana und Gambia in Dakar ein Visum anfordern gehen.
Am Abend werde ich vermutlich mit dem anderen Grüppchen an ein senegalesisches Hip-Hop Konzert gehen. Wer weiss..

Ich bereite zudem einen Text vor, mit welchem ich euch demnächst grob einiges über Senegal erzählen werde.

Gespannt starte ich Morgen in den Tag und ihr wartet hoffentlich gespannt auf den Bericht darüber.

Schöner Abend noch,
Sebastian..

PS: An die, die mir ein Moskitonetz geschenkt haben:
Vielen Dank. In diesem Zimmer warten die Mücken regelrecht darauf, mir Malaria anhängen zu dürfen!!

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